60 Teilnehmer beim Bad Camberger Kneipp-Seminar

Freitag, 01.10.2010

Vor einigen Jahren hat der Kneipp-Bund e.V. mit Sitz in Bad Wörishofen eine Campagne gestartet, die ganzheitliche Gesundheitsförderung mit Sebastian Kneipp in Kindertagesstätten zu aktivieren. Die Bad Camberger Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft haben sich in der Vergangenheit ebenfalls schon mit Kneipp-Gesundheit im Kindergarten befasst. Ein mögliches Ziel ist eine Zertifizierung als vom Kneippbund anerkannte Kneipp-Kindertagesstätte.

Kneipp-Gesundheit bei Kindern ist ein wichtiges Anliegen des Kneippheilbades Bad Camberg. Die Kurverwaltung hat jetzt ein eintägiges Kneipp-Seminar für alle in Bad Camberg ansässigen Kinderbetreuungseinrichtungen angeboten.

Bürgermeister Erk und Kurdirektor Schäfer konnten im Kurhaus 60 Personen von insgesamt 9 Bad Camberger Einrichtungen begrüßen. Beide waren hocherfreut, dass das Angebot des Kneipp-Seminares so zahlreich angenommen wurde. „Wir können nicht früh genug damit anfangen, für eine gesunde Lebensführung zu werben. Besonders wichtig dabei ist eine gesunde Ernährung.Was liegt näher als in unseren Kinderbetreuungseinrichtungen damit anzufangen“ konstatierten beide.

Badearzt Prof. Dr. Peter W. Gündling führte die Teilnehmer in das Naturheilverfahren nach Kneipp ein und erläuterte die 5 Säulen. Ein Schwerpunkt waren die Kneippschen Güsse und Anwendungen, die besonders für Kinder gesundheitsfördernd sind.

Anschließend referierte Gesundheitspädagogin Brigitte Nagler vom Kneippbund zur komplexen Frage „Warum Kneipp im Kindergarten ?“ Sie begleitete im Rahmen des Seminars Workshops zu verschiedenen Themen und ging besonders auf die Lebensordnung nach Kneipp ein. Unter Anleitung von Frau Nagler wurden Wasseranwendungen im Kur- und Gesundheitszentrum durchgeführt und auf dem Kneipp-Rundweg weitere Bausteine der Kneippschen Säulen besprochen. Als staatlich geprüfte Kräuterpädagogin legte die Referentin ein besonderes Augenmerk auf den Kneipp-Kräutergarten im Kurpark mit den Wirkungen einzelner Heilkräuter.

Frau Nagler warb abschließend für eine Zertifizierung und erläuterte die Richtlinien und Voraussetzungen auf dem Weg zu diesem Gütesiegel.