Andreas König will Bürgermeister von Bad Camberg werden

Donnerstag, 29.04.2010
 Andreas König will Bürgermeister von Bad Camberg werden

Bei der am 7. November 2010 in Bad Camberg stattfindenden Bürgermeisterwahl haben die Bürger im wahrsten Sinne des Wortes die Wahl, denn der Ortsverband Bündnis90/Die Grünen hat Anfang des Jahres beschlossen mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen zu gehen.

Am Mittwoch abend stellte sich im Bad Camberger Cafe Stern ihr Kandidat, Andreas König, der Presse vor. In seiner kurzen Begrüßung betonte Vorstand Dieter Oelke, dass man erkannt habe, dass die Grünen als Partei ohne Kandidat schlecht aussehen würde und man wolle mit diesem Schritt auch die Wähler animieren zur Wahl zu gehen, denn bei nur einem Kandidaten stehen viele auf dem Standpunkt "wenn nur einer antritt da brauch ich gar nicht zu gehen,".

Andreas König stellte kurz seine Vita vor: 1961 in Berlin (West) geboren, seit 1997 in Bad Camberg wohnhaft. Verheiratet, drei Kinder, zwei Jungs und eine Tochter, und wer ihn sieht glaubt es kaum, bereits stolzer Opa, dazu noch zwei sehr kleine Hunde, wie er schmunzelnd bemerkte, komplettieren die Familie. In Bad Camberg ist er seit 2009 Mitglied des Vorstandes der Grünen, darüber hinaus Mitglied im TV-Würges, DLRG, SV Bad Camberg, TG Camberg und TC Erbach.

Beruflich ist Andreas König als Gewerkschaftssekretär bei Ver.di in Wiesbaden tätig, Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen im Raum Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis und Limburg-Weilburg. Darüber hinaus ist er als ehrenamtlicher Arbeitsrichter in Wiesbaden tätig.Seine Beweggründe für eine Kandidatur war die Bildung einer Alternative zum amtierenden Bürgermeister, denn als einzige glaubwürdige Partei füllen die Grünen mit seiner Kandidatur eine Lücke, betonte König. Sein Ziel ist es, aus Bad Camberg eine Kurstadt mit hoher Lebensqualität zu machen und intensiv zu bewerben, denn nach seiner Meinung werden hier viele Standortvorteile, z.B, die schöne Lage in der Natur und die gute Verkehrsanbindung nicht genutzt. Es kann und darf keine Industriestadt oder "Spielhallenzentrum" werden, betonte König.

Andreas König:"In den letzten Jahren wurde viel versäumt und in der Entwicklung verschlafen, oft nach dem Motto "abwarten was kommt" wurde die Weiterentwicklung der Stadt aus den Augen verloren. Leider sieht man viel zu wenig die Schönheit Bad Cambergs, hier ganz besonders die herrliche Altstadt. Ein weiteres wichtiges Anliegen Königs ist die Stärkung des innerörtlichen Handels und die Schaffung einer Infrastruktur für Jugendliche und junge Leute. Auch das einige Beschlüsse und Vorhaben zwar angekündigt werden, die anschließende umsetzung aber viel zu lange dauert oder Versprechen/Beschlüsse gar nicht umgesetzt und einfach "ausgesessen " werden ist in Königs Augen ein untragbarer Zustand.

Besonders das schlechte Stadtbild von der Autobahn kommend ist ihm ein Dorn im Auge.König: "Wer von der Autobahn kommend in Bad Camberg reinfährt, denkt, er kommt in eine Industriestadt und an großen Teilen der B8 wirkt Bad Camberg wie eine zerfallene, sterbende Stadt, hier werden nur die hässlichsten Gebiete wahrgenommen, die Schönheit und Attraktivität ist leider verdeckt." König kritisierte die völlige Fehlentwicklung bei Märkten und Spielhallen und die Versäumnisse bei der modernen Energieversorgung.
Auch die Verpachtung des Kur-und Gesundheitszentrums ist in seinen Augen ein Unding, weil die Stadt nun für drei Jahre keine Gestaltungsmöglichkeiten hat.
Bei aller Kritik legt Andreas König aber großen Wert auf einen sauberen, fairen Wahlkampf, der nicht ins persönliche, oder "unter die Gürtellinie" geht, sondern für ihn sind die politischen Ziele die aufgelegte Messlatte und das Gemeinwohl steht dabei im Vordergrund. Nach seiner Einschätzung bezüglich des Wahlergebnisses befragt, sagte König: "30 Prozent plus X halte ich für durchaus realistisch." Für Fragen und nähere Infos stehen Dieter Oelke unter 06434-1338 und Andreas König unter 06434-4703 gerne zur Verfügung. (hvo)