Entsetzen in Esch - Edeka-Markt droht Schließung
Der vor ca. 17 Jahren im Waldemser OT. Esch durch den damaligen Betreiber Uwe Georg eröffnete EDEKA AKTIV-Markt wurde vor gut 5 Jahren an den heutigen Marktbetreiber Dustin Dernbach übergeben. Nun droht dem Markt das „AUS“.
Der Escher EDEKA Markt wird seit vergangenen Donnerstag nicht mehr seitens der EDEKA beliefert.
So fehlten am vergangenen Wochenende etliche Waren im Sortiment, vor allem auch in der „Frische“. Entsetzt, sprachlos und teilweise wütend reagierten die Mitbürger, die während ihres Einkaufes von dem Lieferstopp erfuhren.
„Ich weiss gar nicht mehr, was ich eigentlich einkaufen wollte“,so eine Bermbacher Bürgerin zum Escher Ortsvorsteher. „Man muss doch etwas unternehmen – wir können uns doch nicht alles gefallen lassen“, so ein anderer Mitbürger.
Mit der Entscheidung des Lieferstopps will man seitens der EDEKA-Zentrale den Escher Markt platt machen.
Hintergrund dafür ist der neue, große EDEKA-Markt Georg in Idstein, der weit unter den Erwartungen und der Planung läuft. Es fehlen angeblich etliche Millionen an Umsatz, damit dieser Markt allen Freude bereiten kann.
Mit der Maßnahme hofft man seitens EDEKA und des Idsteiner Großmarktes sicherlich, die Kunden des Escher EDEKA-Marktes nach Idstein ziehen zu können, um dort dann wirtschaftlich bessere Zahlen zu schreiben. „Ob diese Rechnung aufgeht, wage ich zu bezweifeln“, so der Ortsvorsteher Stefan Moog. „Die Kunden des Escher Marktes lassen sich größtenteils sicherlich nicht auf diese Art und Weise steuern – es gibt auch noch Wettbewerber. Diese werden bei einer Schließung in erster Linie davon profitieren“, so die Meinung des Ortsvorstehers Moog.
Aber nicht nur der Lieferstopp und somit zwangsläufig das „AUS“ für den Escher Markt hat EDEKA vollzogen, vielmehr will man die nächsten 3 ½ Jahre auch keinem anderen Mitbewerber in den Markt lassen. Solange ist EDEKA noch Pächter des Gebäudes, die die Räumlichkeiten an seinen Marktbetreiber Dernbach zuletzt und bis dato weitervermietet hat. „Sie wollen das Objekt quasi leerstehend verwalten !!!“
Weiteres:
Außer dem Markt in Esch droht nun auch die Schließung des „Nah und Gut“-Marktes der Fam. Dernbach in Hünfelden-Dauborn und somit auch der Verlust von etlichen Arbeitsplätzen in Esch und Dauborn.
Sicherlich hat man seitens EDEKA und auch seitens des neuen Georg-Marktes in Idstein schon längst mit der Aufgabe des Escher Marktes gerechnet. Dem war aber nicht so.
Schon einige Monate wurde der Escher Markt nach Insider-Informationen seitens EDEKA nicht mehr richtig beliefert – immer wieder fehlten Produkte.
„Aber die junge Mannschaft um ihren Chef Dustin Dernbach kämpfte, stellte das Sortiment teilweise um und nahm sich auch verstärkt dem HOME-Lieferservice in der näheren Umgebung an. Es ist schon eine Unverschämtheit, wie einem sogenannten selbständigen Kaufmann innerhalb der EDEKA-Gruppe von heute auf morgen um seine Existenz gebracht wird“, so der Ortsvorsteher Stefan Moog.
„Ich habe am Samstagnachmittag, nachdem ich die Nachricht und diverse Informationen erhalten hatte, umgehend mit dem Bürgermeister Werner Scherf, der sich zur Zeit im Urlaub befindet, telefoniert, der ebenfalls über die Entscheidung der EDEKA und den Lieferstopp entsetzt war.“
Bürgermeister und Ortsvorsteher waren sich darin einig, dass man seitens der Gemeinde an die EDEKA herantreten wird, um zu erwirken, dass, wenn sie schon den EDEKA-Markt hier in Waldems nicht weiter betreiben wollen, sie den Markt / das Objekt freigeben, damit ein anderer Mitbewerber mit einem Markt vor Ort seine Waren anbieten kann.
Der Bevölkerung in den Waldemser Ortsteilen wäre es zu wünschen – schätzen doch viele nach wie vor den kurzen Weg zu ihrem Markt und die überschaubare Größe.