Führungswechsel an der Spitze der Camberger Feuerwehr
BAD CAMBERG. Seit Ende Mai stehen die Stadtteilfeuerwehren unter der Führung von Christoph Schmitt, der in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung von den anwesenden Einsatzkräften zum neuen Stadtbrandinspektor gewählt worden ist. Gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Alexander Rembser (Kernstadt) und Oliver Held (Erbach) wurde er in der Sitzung des Magistrat am 30. Mai ins Amt bestellt.
Die gemeinsame Jahreshauptversammlung stand ganz im Zeichen des Abschieds von Helmut Thies, der nach 20 Jahren an der Spitze der Feuerwehren, wie angekündigt, Platz für eine neue, jüngere Generation gemacht hat. Zu Beginn der Versammlung überbrachte der 1. Kreisbeigeordnete, Helmut Jung, die Grüße des Kreises und des Landrates, der wegen einer anderen Veranstaltung nicht anwesend sein konnte. Auch bedankte er sich für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr und wies ganz besonders darauf hin, dass die Feuerwehr im südlichsten Teil des Kreises ein ganz wichtiger Bestandteil im Gefahrenabwehr-Konzept des Kreises darstelle. Vorausschauend dankte er schon einmal dem scheidenden Stadtbrandinspektor für die geleistete Arbeit, nicht nur für die Stadt Bad Camberg, sondern auch für den Kreis und seine Kommunen, denen er beruflich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.
Der Stadtverordnetenvorsteher, Heinz-Schaus, und Bürgermeister Wolfgang Erk schlossen sich den Worten von Jung an und überbrachten Dank und Gruß der städtischen Körperschaften. Kreisbrandinspektor Georg Hauch und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg, Franz-Josef Sehr, verzichteten auf große Worte, sprachen aber ebenfalls sowohl den Einsatzkräften, als auch ganz besonders Helmut Thies ihren Dank aus, bevor es dann zur einer großen Schar von Ehrungen ging, die von den vorgenannten Persönlichkeiten gemeinsam durchgeführt wurden.
Jochen Heinze, Hendrik Hotz, Alexander Rembser (alle Kernstadt) und Alexander Bayer (Oberselters) erhielten die Bronzene Katastrophenschutzmedaille (für mind. 10 Jahre aktive Dienstzeit im Katastrophenschutz). Der Kreisfeuerwehrverband ehrte Alexander Held (Erbach) und Susanne Klee (Würges) für ihr Engagement auf Kreisebene mit dem Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg in Bronze.
Die Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes in Silber (für mind. 20 Jahre aktive Dienstzeit) erhielt Ralf Reuter (Erbach). Sein Kamerad Michael Riedel (Kernstadt) ist bereits über 25 Jahre im Katastrophenschutz aktiv und erhielt dafür die Silberne Katastrophenschutzmedaille. Im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten überreichte der 1. Kreisbeigeordneten an Markus König, Frank Lohse (beide Kernstadt) und Matthias Günther (Erbach) das Silberne Brandschutzehrenzeichen für mindestens 25 Jahre aktive, pflichttreue Dienstzeit.
Es wurde noch edler: Ehrenstadtbrandinspektor Josef Thies (Kernstadt) wurde für seine Aktivitäten auf Kreisebene mit dem Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg in Gold bedacht, die Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes in Gold für mindestens 30 Jahre aktive Dienstzeit erhielten Heiko Bierod und Raimund Hofmann (beide Erbach). Das Goldene Brandschutzehrenzeichen für mindestens 40 Jahre aktive, pflichttreue Dienstzeit ging an Helmut Thies, Peter Traut (beide Kernstadt) und Engelbert Haberlick (Oberselters).
Im Anschluss wurde der scheidende Stadtbrandinspektor nach Überrascht. Für seine jahrzehntelange unermüdliche Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Camberg und der Förderung des Brandschutzes in seiner Heimatstadt erhielt er den Landesehrenbrief des Landes Hessen aus den Händen des 1. Kreisbeigeordneten Helmut Jung.
Zum Schluss des Ehrungsmarathons wurde noch die Firma Weber Bürstensysteme aus Erbach, vertreten durch ihren Geschäftsführer Ulrich Menken, mit der Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“, einer Aktion des Deutschen Feuerwehrverbandes in Verbindung mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen, bedacht. Die Firma Weber hat nicht nur aktive Feuerwehrkameraden in ihren Reihen, die jederzeit zum Schutz der Bevölkerung zur Verfügung stehen, sie unterstützt die Wehren, wo es nur geht, wie zum Beispiel durch die Möglichkeit Übungen auf dem Firmengelände durchzuführen.
Bevor es zu den Wahlen der neuen Feuerwehrführung kam, wurden noch die Berichte für das abgelaufenen Jahr 2010 vorgetragen: Insgesamt waren die Wehren zu 185 Einsätzen alarmiert, sicherlich eine stolze Zahl. Die Zahl mit 186 Aktiven Männern und Frauen ist in den letzten Jahren sehr stabil. Das Durchschnittsalter liegt bei gut 36 Jahren und lässt für die Zukunft hoffen. Es wurden 177 Ausbildungsveranstaltungen besucht, um sich aus- und fortzubilden. Zusätzlich gibt es noch den Katastrophenschutz- und Ausbildungszug, der die Grundausbildung der jungen Feuerwehrleute vorantreibt. Auch hier wurden von 56 Aktiven ca. 1.600 Stunden an Ausbildung betrieben. Die Jugendfeuerwehr hat immerhin noch 72 Mitglieder auf Stadtebene. Hier wird alles versucht, um für die Zukunft mehr Kinder zum Mitmachen zu animieren, damit der Brandschutz auch in Zukunft gesichert ist.
Die Wahlen wurden zum Schluss ganz professionell von Bürgermeister Erk geleitet. Für alle 3 zu besetzende Positionen stand zwar jeweils nur ein Kandidat zur Verfügung, es wurde aber eine geheime Wahl durchgeführt. Christoph Schmitt erhielt bei der Wahl zum Stadtbrandinspektor von den 94 Stimmberichtigten 83 Ja-Stimmen, bei 7 Enthaltungen und 4 Nein-Stimmen. Sein 1. Stellvertreter, Alexander Rembser konnte 84 Ja-Stimmen, bei 2 Enthaltungen und 8 Nein-Stimmen auf sich vereinen. Der 2. Stellvertreter, Oliver Held, wurde mit 71 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen gewählt.

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