GRÜNE wollen Zwischenlösung für B8-Umgehung
Die Bad Camberger B-8-Umgehung steht im Entwurf des Investitionsrahmenplans für die Jahre 2011 bis 2015 – allerdings wird das Projekt in dem von Verkehrsminister Peter Ramsauer vorgelegten Entwurf lediglich unter dem Punkt "Weitere wichtige Vorhaben, deren Planung weiter vorangetrieben bzw. abgeschlossen werden soll" aufgeführt.
Baubeginn wohl frühestens im Jahr 2016
Gemäß Auskunft des Bundesverkehrsministeriums kann mit diesen Projekten in der Regel erst nach 2015 begonnen werden. Mit einem Baubeginn ist nun frühestens im Jahr 2016 zu rechnen, eine weitere Verzögerung ist aus Sicht der GRÜNEN angesichts der unsicheren Finanzlage des Bundes wahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund haben die GRÜNEN für die nächste Stadtverordnetenversammlung beantragt, für die B8-Umgehung eine Zwischenlösung zu suchen.
Der Magistrat soll in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden prüfen, wie die Ortsdurchfahrt der B8-Umgehung zumindest vom LKW-Verkehr entlastet werden kann und somit eine geringere Lärm- und Schadstoffbelastung entsteht. Denkbar sind hier ein Tempolimit eventuell unterstützt durch eine andere Straßenraumgestaltung, Schilder mit „Motor aus“ an der Kreuzung B8/Bahnhofstraße, ein Durchfahrtsverbot für LKW (mit Ausnahme des Lieferverkehrs).
Eine weitere Möglichkeit wäre die Einrichtung einer Umweltzone Bad Camberg
„Auch Kleinstädte in Ballungsräumen können Umweltzonen einrichten“, betont der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Holger Reich. „Beispielsweise hat die Kleinstadt Markgröningen (gut 14.000 Einwohner) in Baden-Württemberg eine solche Umweltzone eingerichtet“, so Reich weiter.

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