Schulsanis zu Gast auf Rettungswache
Eine Schülergruppe der Freiherr-von-Schütz Schule aus Bad Camberg war in der vergangenen Woche zu Besuch auf der Rettungswache in Niederselters. Die 9 jungen Schülerinnen und Schüler bilden an der Schule den sogenannten Schulsanitätsdienst (SSD), der für die Erstversorgung von Verletzten und Erkrankten an der Schule verantwortlich ist und im Notfall Erste-Hilfe leistet, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Bei ihrem Besuch in Niederselters konnten die Jungendlichen neben einen Rettungswagen auch ein Notarzteinsatzfahrzeug von innen besichtigen und bekamen die einzelnen Arbeitsgeräte und Arbeitsschritte von den hauptamtlichen Kollegen aus dem Rettungsdienst teilweise „hautnah“ erklärt.
Viele Fragen konnten beantwortet und Ängste genommen werden. Zum Beispiel wissen die jungen Sanis nun, dass eine Messung des Blutzuckers keine Schmerzen verursacht. Die Frage, was ein EKG genau ist und was ein Rettungsdienstmitarbeiter oder ein Notarzt hiermit alles über das Herz herausfinden kann, konnte verständlich näher gebracht werden. Der ein oder andere der Besucher durfte einem Kollegen der Malteser auch einmal die EKG-Elektroden auf den Brustkorb kleben.
Des Weiteren wurde den Kindern das Thema Kommunikation näher gebracht. So konnte den Schulsanitätern zum Beispiel erklärt werden, wie ein Rettungswagen alarmiert wird und wie sich die Besatzung eines Rettungswagens mit der Rettungsleitstelle in Verbindung setzen kann.
Auch lernten die Jugendlichen das richtige Verhalten, wenn sie ein Martinshorn hören und wie sie besonnen und rücksichtsvoll auf andere Verkehrsteilnehmer in solch einem Fall reagieren.
Dass aus einem Beatmungsbeutel im Endeffekt nur Luft bzw. Sauerstoff heraus kommt, wussten die Jungs und Mädchen zwar, konnten es sich bis zu dem jetzigen Besuch auf der Rettungswache jedoch nur schwer vorstellen. So durfte jeder einmal ausprobieren, wie so ein Beatmungsbeutel funktioniert.
Damit der Rettungsdienst weiß, wie viel Sauerstoff im Blut eines Patienten ist, wird über das sogenannte Pulsoxymeter gemessen welches ganz einfach an einen Finger gesteckt wird. Jedes der interessierten Kinder durfte bei sich einmal messen, wie viel Sauerstoff es im Blut hat.
Den Ablauf einer Blutentnahme, die bei vielen Notfallpatienten durchgeführt werden muss, wurde bildlich dargestellt und erläutert. Dass ein Doktor bevor er eine Spritze gibt oder einen Zugang legt erst die Haut des Patienten desinfizieren und selbst dabei auch Handschuhe tragen muss, konnten die Sanis aufgrund ihrer Ausbildung im SSD sehr gut verstehen.
Sehr verwundert und erstaunt waren die Kinder, nachdem sie sehen konnten, was alles in einem Notfallkoffer enthalten ist und was da so alles hineinpasst.
Jede und jeder Einzelne war so begeistert, dass sie sich schon auf einen erneuten Besuch freuen. Zum guten Schluss wurde noch ein Gruppenfoto gemacht, was sicher eine sehr schöne Erinnerung an einen lehrreichen Schultag sein wird.
Sollten Sie nähere Informationen über den Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landkreis wünschen, wenden Sie sich per E- Mail an rene.schultheis@malteser.org oder unter Tel.: 06483 – 3925 an die Malteser in Selters. (rs)


