Truck-Grand-Prix 2011: Der Mythos erfindet sich neu

Dienstag, 12.07.2011
Truck-Grand-Prix 2011: Der Mythos erfindet sich neu

Große Namen, tolle Rennen, beste Stimmung – 212.000 rundum zufriedene Besucher auf dem Nürburgring können sich nicht irren: Das Programm beim 26. Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix in der Eifel hatte es mal wieder in sich.

Beste Unterhaltung wurde bei den Rennen geboten. Denn die Race-Trucks mit weit über 1.000 PS erfreuen sich seit Jahren einer treuen Fangemeinde. Fans, die auf dem Nürburgring auch in diesem Jahr nicht enttäuscht wurden. Der Schwarzwälder Jochen Hahn (MAN) kam als souveräner Führender in der EM-Gesamtwertung an den Ring. Und auch auf der fünften von zehn Saison-Stationen wurde Hahn seiner Favoritenrolle gerecht. Souverän gewann der Altensteiger das erste Rennen und sammelte in den weiteren Läufen Punkte fürs Gesamtklassement.

In der ADAC GT Masters-Serie gab es am Wochenende noch ein zusätzliches Bonbon für die Motorsportanhänger. 44 Supersportwagen von acht verschiedenen Herstellern im erbitterten Kampf um die besten Plätze – da war für Nervenkitzel gesorgt. Hier teilten sich Ex-Formel-1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen und der einstige Skisprung-Star Sven Hannawald eine Corvette Z06.R GT3. Mit diesem Geschoss auf zwei Rädern landeten die zwei im ersten Rennen auf Platz zwölf, im zweiten Rennen reichte es nur zu Rang 29, nachdem Hannawald die Gewalt über die hochsensible Corvette verloren und in die Reifenstapel manövriert hatte.

Begeistert waren auch die Industrie und ihr Fachpublikum beim Truck-Grand-Prix. Rund 24.000 Quadratmeter Fläche für Deutschlands größte Fachmesse des Güterverkehrs neben der IAA Nutzfahrzeuge standen zur Verfügung. Jeder Meter war belegt. 80 Firmen waren in diesem Jahr auf dem weitläufigen Gelände im Innenbereich der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings vertreten. Gleich ein Drittel des verfügbaren Areals war von Mercedes-Benz gebucht. Aus besonderem Anlass: Die Stuttgarter feierten beim und für den Truck eine Weltpremiere. Erstmals wurde der neue Actros-Lkw der Öffentlichkeit präsentiert. Das zeigt, welche Wertigkeit die Veranstaltung in der Transportgewerbebranche genießt. Bereits am Freitag hatten beim Trucksymposium unter dem Titel „Lenken, rasten, ruhen – Was braucht die Praxis?“ mehr als 160 Akteure des Güterverkehrs aus Wirtschaft, Verbänden und Politik getagt.

Und nicht nur Motorsportbegeisterte kamen erneut voll auf ihre Kosten. Auch abseits des Asphalts ging es rund am Ring. In der Müllenbachschleife gab es an zwei Abenden auch diesmal wieder ordentlich was auf die Ohren. Ein Tom Astor in Bestform, ein Feuerwerk der Extraklasse, die Countrysängerin Meg Pfeiffer und die Gruppe Revolverheld für das eher junge Publikum ließen die Trucker-Herzen beim Musikevent in der Müllenbachschleife höher schlagen. Die größte Country-Nacht Deutschlands begeisterte auch am Freitag und Samstag zusammen mehr als 50.000 Fans.

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