Wüstems am Wochenende im Ausnahmezustand
Der Dreierrat Kai Stenger, Uwe Lorenz und Alexander Lorenz konnte in der vollbesetzten Emstalhalle viele Narren aus nah und fern begrüßen. Bereits zu Beginn der Sitzung herrschte eine ausgelassene Stimmung in der Halle. Die Wüstemser Garde unter Leitung von Julia Schmitz eröffnete den Vortragsreigen mit einem Tanz zum „roten Pferd“ – und die Stimmung schwappte über. Auch mit ihrem Showtanz ernteten sie viel Beifall des närrischen Publikums.
Marianne Moos und Marlies Plötz kündigten den Waldemser Fitnesstag an und beleuchteten so manchen Wüstemser Zeitgenossen, so Hartmut Hörning, der ja wohl noch nie etwas mit Fitness am Hut hatte, doch den Fitnesstag eigentlich als Zwischenstation auf der Lai bereichern könnte.
Als musikalisches „Rindvieh“ erschien Peter Hermann mit seiner Gitarre und beleuchtete die Licht- und Schattenseiten des Alltags unter dem Aspekt, dass man vieles wie ein Rindvieh angeht.
Die Gruppe „Absolut“ unter Leitung von Anna-Maria und Achim Gerock brachte mit ihrem Tanz „Burlesque“ die Halle zum Kochen und kam natürlich nur nach einer Zugabe wieder von der Bühne.
Ralf Schauerhammer glossierte das politische Geschehen und spannte einen Bogen zum Waldemser Ortsgeschehen, so zur Wirtschaftskrise. "Wüstems macht das nix - hier haben wir bald viele Bentleys vor den Türen rumstehen und der Albert macht dann kurzerhand – geschäftstüchtig wie er nun mal ist – aus seiner Hall ein Parkhaus".
Ein Spiel des Dreierrates mit den Teams Stephan Reuter und Mathias Maurer sowie Jasmin und Isabell Hörning schloss sich an. Begriffe zum Zoobesuch zu finden und Tiergeräusche nachzuahmen war u. a. gefordert. Die Mädels schlugen die Jungs um Längen und in der Halle blieb kein Auge trocken. Brigitte Hörning erschien mit ihrer Assistentin Manuela (Manuel Hörning), die sich wunderte, dass sie den Hut statt auf dem Kopf auf dem Rücken trägt. Die Erklärung war einfach, meint doch der Hartmut, dass so ein großer Hut auf so ein kleines Hirn ja wohl auch nicht passen könnt.
Jörg Skowronek und Heike Wenig erschienen mit ihrer mitreißenden musikalischen Show und die Narren hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Auch die Zustände im Ort wurden glossiert. So hat Wüstems was ganz Spezielles – man braucht den Müll nicht wie andere Orte weit wegzubringen, denn hier gibt es einen hauseigenen Müllplatz. Man muss nur die Langgass runterfahren, dann kommt man automatisch hin.
Die „Wüstems Dancers“ unter Leitung von Jasmin Hörning erschienen zu den Klängen von Biene Maja mit einem tollen Tanz der Bienen und die Halle tobte. Natürlich kamen sie ohne Zugabe nicht von der Bühne. Miller von der Mill alias Uwe Lorenz glossierte in seiner unvergleichlichen Art das Ortsgeschehen und brachte auch mancherlei Alltagsangelegenheiten mit„em Monique“ zu Gehör. So konnte er berichten, dass die Keglerinnen per Taxi vom Kuderer zum Südbahnhof in Frankfurt gelotst werden mussten, weil sie den nicht gefunden hätten; letzt Jahr waren sie nämlich am Waldstadion ausgestiegen und da sah es halt anders aus.
Das Männerballett erschien mit „Guten Morgen Sonnenschein“ als Blumen und die Zuschauer standen auf den Stühlen und ohne Zugabe kamen die Herren natürlich nicht mehr von der Bühne.
Mit einem großen Finale endete das Programm der Kappensitzung und es wurde zu den Klängen von Sabine und Jörg noch lange weiter gefeiert und getanzt.

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